Mari und Flocke
Die Autorinnen von VeganHund

Mari de Naw

Flocke

Beruf

August 2016 - heute

Professionelle Gesund-Napf-Designerin, Napfografin und Autorin der VeganHund-Buchreihe

Mai 2008 - heute
Rund-um-die-Uhr-Flocken-Betreuerin

Kompetenzen

  • kreative Napf-Ideen-Entwicklung
  • abwechslungsreiches Gesund-Napf-Design
  • schmackhafte Napf-Zubereitung
  • professionelle Napfografie
  • Fellkraulen (Fortgeschrittenen-Zertifikat)
  • Pfoten-Massage (Meister-Zertifikat)

Beruf

August 2016 - heute

Professionelle Testesserin und Co-Autorin der VeganHund-Buchreihe

Oktober 2009 - heute

Coaching-Therapie-Hund
Büro-Hund
Wachhund

kompetenzen

  • Napf-Qualitäts-Check
  • Napfinhalt restlos aufessen
  • Beruhigend schnarchen
  • Haus bewachen (auch fremdes Haus)
  • Einbrecher (und Vertreter) verjagen

Unsere Geschichte

Als unsere Hündin bei uns eingezogen ist, war ich so glücklich, wie man als frisch gebackene Hundehalterin nur eben sein kann. Ich hatte mir vorgenommen, absolut alles richtig zu machen, um meinem Hund ein großartiges Leben zu bescheren.

Dazu gehörte aus meiner Sicht natürlich auch eine gesunde Ernährung und eine Versorgung mit allem, was so ein Hundekörper braucht. Und so recherchierte ich fleißig im Netz, in Fachzeitschriften und in Gesprächen mit Tierärzten darüber, was denn nun die beste Ernährung für unser neues Familienmitglied sei.

Die Meinungen dazu waren sehr verschieden. Eines hatten aber alle gemeinsam: Sie empfahlen mir eine fleischlastige, mehr oder weniger teure Fertignahrung aus der Dose oder Tüte.

Ich – damals noch unwissend – glaubte ihnen und fühlte mich gut dabei, den  Fertigfutter-Empfehlungen zu folgen. Zunächst sah auch alles danach aus, als würden meine Ratgeber Recht behalten. Unsere Hündin wuchs und gedieh, hatte glänzendes Fell und war quietschvergnügt.

Doch nach knapp einem Jahr begann sie auf dem Hinterbein heftig zu humpeln. Der Tierarzt war zunächst ratlos. Ein weiterer Tierarzt gab mir die dringende Empfehlung, in einer Tierklinik vorstellig zu werden, da der Verdacht einer Knorpelablösung im Sprunggelenk bestand. In der Klinik war man derselben Meinung und riet zu einer schnellstmöglichen Operation, um weiteres Leid zu verhindern.

Sechs Monate später hatte mein armer Hund die Operation und die Folgen überstanden. Was blieb, waren ein Trauma wegen der vielen schmerzhaften Tierarztbesuche und eine Arthrose im Sprunggelenk als Folge der Operation.

Der Tierarzt in der Tierklinik gab mir den lustigen Rat, dass mein (inzwischen 1 ½ jähriger) Hund von jetzt an nie wieder rennen, springen, toben, Treppen steigen, lange gehen, schnell gehen, sich drehen, lossprinten oder bergauf und bergab laufen solle. Im Klartext: mein Hund sollte gar nichts mehr tun. Was die Ernährung anging, hatte niemand einen klugen Ratschlag für uns. Wir sollten uns allerdings darauf einstellen, dass es zu einer stetigen Verschlechterung der Arthrose kommen würde und dass unser Hund kein langes Leben führen werde. 

 

In den folgenden Jahren kam es tatsächlich zu einer starken Verschlechterung der Arthrose-Beschwerden. Und wir haben alles versucht, das Leiden zu lindern. Ständig wechselnde Medikamente, Physiotherapie, Homöopathie und regelmäßiges Schwimmen folgten als Maßnahmen aufgrund der ärztlichen Empfehlungen. Eine tatsächliche Verbesserung ist dadurch allerdings nicht eingetreten. Vielmehr waren die vielen chemischen Medikamente nach einigen Monaten allesamt wirkungslos und mein Hund humpelte und litt weiter. 

Über eine Ernährungsumstellung hat mir immer noch niemand etwas gesagt.

Zudem schlichen sich langsam andere kleine Beschwerden ein, wie eine dauerhafte Verstopfung der Analdrüsen, weicher Stuhl, vermehrte Bildung von Lipomen unter der Haut und Schlappheit. Die Ärzte erklärten, wir würden damit leben müssen.

Dann entdeckte ich ein Lipom, das sich härter anfühlte als die bisherigen und fragte unseren Tierarzt um Rat. Nach einer Gewebeproben-Entnahme hatten wir die Gewissheit, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelte. Ich war verzweifelt. Woher sollte mein Hund Krebs bekommen haben? War die jahrelange Medikamentengabe daran schuld?

Wir ließen den Tumor operativ entfernen und ich pflegte meinen Hund gesund. Ich machte mir schreckliche Vorwürfe und gab mir die Schuld an dem Auftreten der Krebserkrankung. Da keine Ursache für den Krebs gefunden werden konnte, musste es schließlich ein Fehler in der Haltung sein!        

 

Und dann gab meine Mutter mir den entscheidenden Tipp. Sie sagte, ich könne doch mal ausprobieren, was ich über eine bessere Ernährung für meinen Hund erreichen kann.        
„Du ernährst dich doch auch vegan, wieso soll das für deinen Hund schlecht sein?“         

Ich war zunächst sehr skeptisch, weil ich bis dato dachte, dass ein Hund vor allen Dingen Fleisch braucht, um mit allen Nährstoffen versorgt zu sein. 

Doch dann begann ich nachzudenken. Und umzudenken. Und ich begann, meine Vegan-Broschüren und Internetlinks noch einmal genau zu studieren. Und ich erinnerte mich, dass es damals viele Gründe gab, warum ich von vegetarischer zu veganer Ernährung gewechselt hatte. Nach zwei Tagen kam ich zu dem Schluss, dass es einen Versuch wert war.

Akribisch studierte ich noch einmal das Internet zum Thema ausgewogener Hundeernährung und über welche veganen Wege dies umzusetzen ist. Und es stellte sich heraus, dass es nicht viel anders war, als bei der menschlichen veganen Ernährung. Das Wichtigste ist zum einen die Beachtung dessen, was ein Hund nicht essen darf, weil es für ihn giftig sein kann und zum anderen die Fütterung mit allen Nährstoffen, die er braucht, um gesund zu bleiben. 

Also fing ich an, für meinen Hund vegane Gerichte zuzubereiten. Die Umstellung verlief problemlos innerhalb von vier Wochen, in denen ich anfangs wenig vegane Kost unter das bis dato gegebene Futter mischte und den veganen Anteil täglich steigerte. In dieser Zeit habe ich meinen Hund und insbesondere sein Wohlbefinden sehr genau beobachtet.

Bereits nach drei Wochen stellte ich fest, dass mein Hund viel fitter schien als früher. Doch das Erstaunlichste fiel mir nach etwa fünf Wochen auf: mein Hund humpelte kaum noch! Nach sieben Jahren Leidenszeit, ständig wechselnden Medikamenten, die allesamt nach kurzer Zeit wirkungslos waren und nachdem ich mich längst damit abgefunden hatte, dass es meinem Hund mit dem kranken Bein nie wieder gut gehen würde, lief mein Hund fast beschwerdefrei.

In den kommenden Wochen und Monaten besserte sich das Wohlbefinden meines Hundes stetig. Es gab keine Stuhlprobleme und verstopften Analdrüsen mehr. Aber am eindrucksvollsten blieb der Rückgang des Arthrose-Leidens. In Zahlen ausgedrückt hatten wir eine Verbesserung von über 70 % erreicht. Mein Hund lief gleichmäßig, setzte alle vier Pfoten auf und humpelte nur noch nach langem Liegen oder ausgelassenem Toben ein wenig.

Es erschien mir wie ein kleines Wunder und ich rätselte, ob Ernährung wirklich der maßgebliche Faktor dieser erheblichen Verbesserung sein konnte. Also las ich zum Thema Arthrose und Ernährung noch einmal nach und erfuhr, dass eine vorwiegend vegane Ernährung sich sehr günstig gerade auf Arthrose-Beschwerden auswirkt. Denn in tierischen Lebensmitteln sind entzündungsfördernde Stoffe enthalten, im Gegensatz zur veganen Ernährung, die basenüberschüssig und entzündungshemmend ist. Vegane Ernährung wirkt  sich dadurch positiv auf den Gelenkknorpel aus und kann somit die Arthrose-Beschwerden entsprechend lindern. 

Aber die stark verminderten Arthrose-Beschwerden waren nicht die einzige positive Auswirkung. Der Allgemeinzustand meiner Hündin hatte sich enorm verbessert. Sie war vergnügt, fit und agil, hatte einen tollen, elastischen Gang wie seit Jahren nicht mehr, zeigte wieder Lust auf Spielen und Bewegung, ihr Fell glänzte wieder und roch angenehm, das Maul roch normal, die Augen waren klar.

Das alles zeigte mir, dass ich auf dem richtigen Weg war, also blieben wir am Ball.

Seit drei Jahren wird mein Hund nun vegan ernährt. Und seither geht es ihm fantastisch. Die Blut- und Organwerte sind besser denn je; Krebs, verstopfte Analdrüsen und Arthrose-Leiden gehören der Vergangenheit an.  

Mein Fazit: Hör auf Mama, sie hat meistens Recht. Ich weiß natürlich nicht, ob wir den Krebs tatsächlich durch die vegane Ernährung in den Griff bekommen haben, es spricht für mich allerdings vieles dafür. Und die Verbesserung der anderen Erkrankungen und Weh-Wehchen führe ich ganz eindeutig darauf zurück.  

Ihr zögert noch? Habt noch Bedenken? Verstehe ich gut. Genauso ging es mir anfangs auch. Probiert es einfach aus und wenn ihr wirklich feststellen solltet, dass dies nicht der richtige Weg für euch ist, könnt ihr immer noch umkehren.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Nachkochen und viele glückliche Jahre
mit eurem  – gesunden – Hund!